Die Finanzkompetenz schulen

19.12.2018

sicher ist es immer wieder eine Freude, wenn neben der üblichen Geschäftspost zum Jahresende auch die eine oder andere Weihnachtskarte mit Dank für die Zusammenarbeit und guten Wünschen für das neue Jahr eintrifft. Eine Freude ist es aber auch, gemeinnützige Einrichtungen in der Weihnachtszeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen zu können. Und so entscheidet sich die WGG seit vielen Jahren auf den Verzicht von Weihnachtskarten zu Gunsten einer Spende im Wert

von 500 Euro. In diesem Jahr fließt dieser Betrag in die Präventionsarbeit der Diakonie Güstrow, genauer: in die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle. »Die Berater beobachten seit vielen Jahren eine unzureichende Finanzkompetenz in der Bevölkerung.«, erklärt Anett Campehl, Leiterin der Schuldnerberatung. »Nicht selten führt dies dazu, dass Menschen sich überschulden und selbst lebenswichtige Ausgaben wie Miete und Strom nicht mehr getätigt werden können.« Die Schuldnerberatung fängt die Menschen an dieser Stelle auf und unterstützt die Ratsuchenden auf ihrem Weg.

Um gleichzeitig auch präventiv wirksam zu werden und der Entstehung von Schulden rechtzeitig entgegenzuwirken, soll ein neues Präventionsprojekt aufgebaut werden, welches sich an Kinder und Jugendliche wendet.

Mit dem Projekt sollen die Berater in Schulen und anderen Einrichtungen Finanzkompetenz vermitteln und das Bewusstsein für Geld, Konsum und Werben wecken. »Geplant ist ein Präventionsparcous, bei dem die Teilnehmer verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Methoden und Inhalten durchlaufen.«, erklärt Frau Campehl den Einsatz der Spende. So werden u.a. ein thematisch passender Film, ein Spiel, Präsen- tationsmaterial und weitere Utensilien beschafft.