Wohin zieht der Rauch?

29.01.2019

Mal schnell noch ans Telefon gehen und dabei den Toaster aus den Augen lassen, den Herd nicht ausgemacht oder ein defektes Stromkabel…der Ursachen gibt es viele und das Ergebnis eines Wohnungsbrandes kann verheerend für alle Bewohner eines Hauses sein. Doch was tun, wenn es passiert ist? Genau das beantwortet auf sehr anschauliche Weise das neue Rauchdemohaus der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow, welches mit Unterstützung der WGG und der Haustechnik Hermann Stitz erworben werden konnte.

Ähnlich einer Puppenstube visualisiert das Modell verschiedene Räume eines Wohnhauses, zeigt verschiedene Gefahrensituationen, welche zu Bränden führen können und verdeutlicht, wie schnell sich ein Brand ausbreiten kann. Matthias Eisenblätter demonstriert, wie sich die Türen zum Treppenhaus mittels Seilzug öffnen und schließen lassen und auch die Fenster gehen auf uns zu. Mit einer Nebelmaschine können einzelne Zimmer verraucht werden, drei Rauchwarnmelder melden Alarm. „Wer mit eigenen Augen beobachten kann, wie schnell sich der gefährliche Brandrauch in der Wohnung und im Treppenhaus durch offene Türen ausbreitet und wie ein Rauchmelder rechtzeitig Alarm auslöst, wird dieses viel schneller begreifen als durch lange Erklärungen“, ist sich das fördernde Mitglied für Brandschutzerziehung sicher. Aber auch das richtige Verhalten wenn man auf Grund des Brandrauches die eigene Wohnung nicht mehr verlassen kann oder Brandgefahren im Haushalt können mit diesem Rauchdemohaus anschaulich gezeigt werden. Jedes der sieben Zimmer ist mit vielen Details versehen, zum Beispiel dem vergessenem Bügeleisen auf dem Bügelbrett oder dem Gerümpel im Fluchtweg des Treppenhauses. Auch der Austausch von ganzen Räumen zur Veranschaulich eines Vorher/Nachher-Effektes ist möglich. Das Rauchdemohaus dient sowohl der Brandschutzerziehung von Kindern als auch von Jugendlichen und Erwachsenen und ergänzt die verschiedenen Module, welche die Freiwillige Feuerwehr seit vielen Jahren in der Brandschutzerziehung zur Sensibilisierung für einen Notfall nutzt. Darüber hinaus eignet es sich auch für die Ausbildung  der Feuerwehr selbst. So lässt sich auch zeigen, wie der Rauch wieder aus dem Haus verschwindet und taktisches Vorgehen bei der Brandbekämpfung besprechen.

Schon seit Jahren unterstützt die WGG die freiwillige Feuerwehr bzw. den Feuerwehrverein der Barlachstadt Güstrow bei verschiedenen Projekten und würdigt auf diese Weise den enormen Beitrag, welchen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrer Arbeit unter teilweise gefährlichen Bedingungen für die Allgemeinheit und natürlich für die Sicherheit der Mieter und den Schutz der Wohnhäuser leistet.